Gebäudeservice Emmerich
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Dörrobstmotte


Merkmale

Die Dörrobstmotte hat eine Flügelspannweite von 13 bis 20 Millimetern und eine Körperlänge von 4 bis 10 Millimetern. Der basale Teil des Vorderflügels ist hellgrau bis graugelb gefärbt, der übrige Teil ist heller oder dunkler kupferrot gefärbt.

Die Gesamtentwicklung dauert bei 30 °C ca. 30 Tage, bei 20 °C bis zu ca. 74 Tage. Die erwachsene Motte lebt ca. 10 bis 14 Tage und nimmt dabei keine Nahrung mehr auf.

Lebensweise

Aus den bis zu 300 Eiern (Durchmesser < 0,5 mm) schlüpfen schon nach 3–4 Tagen stark unterschiedlich gefärbte Raupen, die sich im Laufe ihrer Entwicklung 3- bis 5-mal häuten und bis zu 17 Millimeter Länge erreichen können. Die Larven sitzen gerne in Gespinströhrchen und verpuppen sich nach einiger Zeit in Verstecken außerhalb des Nahrungsvorrates. Die Entwicklung der Motte dauert bei optimalen Verhältnissen 32 bis 38 Tage. Die Dörrobstmotten sind kälteempfindlich, können aber bei guten Bedingungen mehrere Generationen Nachwuchs pro Jahr bekommen. Die Motte lebt bis zu zwei Wochen. Die Raupen der Dörrobstmotte fressen, verspinnen und verschmutzen Getreideprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte, Schokolade, Kakao, Kaffee, Nudeln, Tee, Gewürze, Dörrobst und in Ausnahmefällen auch frisches Obst.

Bekämpfung

Zur Bekämpfung werden Pheromonfallen und Schlupfwespen eingesetzt. Befallene Lebensmittel sollten entsorgt werden, Nahrungsvorräte sollten luftdicht verpackt werden, etwa in Glas oder dicken Plastikbehältern. In Folie originalverpackte Nudeln, Schokolade o. ä. sind nicht ausreichend geschützt, da sie gewisse Kunststoff-Verpackungen durchdringen können

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Mehlmotte


Merkmale

Die Mehlmotte hat eine Flügelspannweite von 20 bis 25 Millimetern und eine Körperlänge von 10 bis 14 Millimetern. Die Vorderflügel sind vorn etwas konvex nach außen gewölbt, mit rechtwinklig wirkendem Außenrand. Sie sind bleigrau gefärbt und tragen meist zwei helle, von dunklen Schuppenbändern gesäumte, gezackte Querlinien und einige kleinere schwarze Flecken sowie eine Reihe aus kleinen, dunklen Flecken am Vorderrand. Die Färbung ist aber sehr variabel. Die deutlich breiteren Hinterflügel sind abstechend heller gefärbt, auf der Oberseite weiß mit einer grauen Randlinie, vor der ein breites, helles fransenförmiges Schuppenband anschließt, auf der Unterseite hell silbriggrau. Der Körper ist fast einfarbig, vom selben Grauton wie die Vorderflügel. Auch die fadenförmigen Fühler und der Saugrüssel sind grau beschuppt. Wie bei allen verwandten Arten sind die Labialpalpen am Kopf anliegend nach oben gerichtet. Der Hinterleib ist etwas heller, beim Männchen mit einem vorstehenden, weißlichen Schuppenbüschel am Hinterrand.

Die Art ist deutlich größer als alle anderen verwandten als Vorratsschädlinge auftretenden Arten. 

Raupen

Die Raupen sind in allen Stadien weißlich gefärbt mit dunklerem Kopf, dunklem Pronotum und auf den übrigen Segmenten kleinen dunklen Punkten, bei denen es sich um kleine, die Basis der Haare umgebende Sklerite und die Stigmen handelt. Ältere Raupen der vorratsschädlichen Arten können mit einem amerikanischen Schlüssel bestimmt werden. [2] Von der Kakaomotte (Ephestia elutella) ist die Raupe an der Größe des Stigmas des achten Hinterleibssegments unterscheidbar. Dieses ist bei der Mehlmotte etwa genauso groß wie das nächstgelegene dunkle ringförmige Sklerit (um die Borste „SD1“), bei der Kakaomotte deutlich kleiner. Bei der Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) sind die borstenbegleitenden Ringsklerite der ersten acht Hinterleibssegmente alle hell gefärbt.  


Lebenszyklus

Die Art besitzt sechs Raupenstadien. Aus den abgelegten Eiern schlüpft nach ca. 96 Stunden (bei 30 °C) das erste Raupenstadium. Die erste Larve erreicht weniger als einen Millimeter Länge. Die verpuppungsreife Larve des sechsten Stadiums erreicht 11 bis 13 Millimeter Länge und ein Gewicht von etwas weniger als 30 Milligramm. Sie benötigt dafür (bei 30 °C) etwa 41 Tage; für die Entwicklung vom Ei bis zur neuen Imago 50 Tage. Die Larve verpuppt sich in einem selbst gesponnenen Puppenköcher, der mit Fremdmaterial getarnt wird, meist außerhalb des Nahrungssubstrats. Die Puppe ist zunächst grünlich gefärbt, später verfärbt sie sich auf der Oberseite des Rumpfs nach rotbraun. Sie ist etwa 9 Millimeter lang. Die ausgeschlüpften Falter sind schnell paarungsbereit. Die Weibchen können Eier legen, ohne dass sie vorher Nahrung aufgenommen haben müssen – für einen Vorratsschädling ein wesentlicher Vorteil. Die Falter sind überwiegend nachtaktiv. Die Weibchen sind in der zweiten auf den Schlupf folgenden Nacht ablagebereit. [3] Die Art entwickelt in Europa normalerweise drei, in sehr warmen Gebäuden vier Generationen im Jahr. Sie legt bei Temperaturen dauerhaft oberhalb 25 °C keine Diapause ein. Imagines sind vorwiegend im Sommer (Juli bis Oktober) anzutreffen.

Lebensweise

Die Raupe ernährt sich überwiegend von Mehl und benötigt weder Wasser [4] noch andere Nahrungsquellen zur erfolgreichen Entwicklung. Sie kann auch an intakten Getreidekörnern (v. a. Maiskörnern), verarbeiteten Mehlprodukten wie Teigwaren und anderen pflanzlichen Substanzen wie z. B. trockenem Gemüse und Gemüseprodukten schädlich werden (u. a. Cherimoya, Straucherbse, Sternapfel, Mango[2]). An Gemüse und Früchten ist aber die verwandte Kakaomotte weitaus häufiger. Die Larven spinnen Wegfäden bei allen Bewegungen und leben meist in locker zusammengefügten Gespinsten. Diese können bei der maschinellen Verarbeitung von Mehl große Schäden anrichten.

Im Haushalt werden, einmal in einen Vorratsschrank eingedrungen, in kürzester Zeit sämtliche bevorzugten Lebensmittel kontaminiert. Sie können Gewinde überwinden, dünne Verpackungen durchbeißen und bis zu 400 Meter weit kriechen.